Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin // Brad Lubman
Ein Orchesterkonzert über drängende Fragen unserer Gesellschaft, über die Macht der Geschichte, über unsere Psyche und Identität, über das Komponieren.
Die slowenische Komponistin Petra Strahovnik setzt sich mit der schmerzhaften, blutigen, von Kriegen und nationalistischen Auseinandersetzungen geprägten Vergangenheit ihres Landes auseinander – nicht verheilte Wunden, Traumata, das Orchester als lebender Organismus, ein Werk zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Von der französischen Schriftstellerin Marie NDiaye hat sich Hèctor Parra inspirieren lassen: zu einer musikalischen Auseinandersetzung mit der Leere, der Abwesenheit, dem Kampf gegen die Sinnlosigkeit des Daseins. Musik über Widersprüche, die unserem Dasein erst Leben einhauchen.
Ein Orchesterstück zu komponieren ist eine langwierige Angelegenheit, verglichen mit der Dauer der Aufführung. Sara Glojnarić legt Komposition und Aufführung geewissermaßen übereinander. Komponieren in Echtzeit…
…und eine Art von Präludium für einen energiegeladenen ›Song of Joy‹, von Queer Joy. Ein Lobpreis von Widerstandsfähigkeit und Vergnügen – voller popmusikalischer Referenzen, energiegeladen, sprudelnd, mitreißend, und eigentlich fast schon tanzbar.
Im Radio:
Die Musikerin und Visionärin Sara Glojnaric

Petra Strahovnik
1945- (2025) 15‘
für Orchester
Uraufführung der vollständigen Fassung
Hèctor Parra
L’absència (2013) 10‘
für Orchester
Sara Glojnarić
Everything, always (2023) 14‘
für Streichorchester und Audio-Zuspiel
Sara Glojnarić
DING, DONG, DARLING! (2024/2025) 13‘
für Orchester und Fixed Media
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Brad Lubman, Leitung
Veranstaltungsort
Radialsystem, Halle
20 Euro (erm. 14 Euro)
Karten im Vorverkauf über radialsystem berlin
und an der Abendkasse
- Deutschlandfunk Kultur: 23. Januar 2026, 20:00 Uhr, Konzert
- radio3 vom rbb: 06. März 2026, 20:03 Uhr, radio3 Konzert