Nik Bärtsch
Nik Bärtsch - Foto © Martin Möll
Der Komponist und Pianist Nik Bärtsch wurde 1971 in Zürich geboren. Mit acht Jahren begann er mit Klavier- und Schlagzeugunterricht, später studierte er in seiner Geburtsstadt. Nik Bärtsch ist zunächst als Solist und mit verschiedenen Projekten hervorgetreten, vor allem in den verschiedenen Spielarten des Jazz machte er sich einen Namen, sowie in Bereichen des experimentellen Pop und Free Funk. Mit seinen Projekten Mobile und Ronin und als Solist hat Nik Bärtsch bis heute zahlreiche Alben eingespielt. Bärtsch selbst charakterisiert die Ausrichtung seiner Band Ronin als „Zen-Funk“ und „Ritual Groove“.
Aus der Musik des 20. Jahrhunderts hat den Künstler vor allem das Schaffen von John Cage und Morton Feldman geprägt. Seit den 1990er Jahren schreibt Nik Bärtsch selbst zunehmend Stücke für die Neue-Musik-Szene. Seine Werke, die vielfältige Einflüsse verarbeiten, strahlen international aus. „Bärtschs geheimnisvolle Musik wird länger bestehen als die Schnellschüsse, nach denen der Massengeschmack ständig schreit,“ bemerkte Stuart Nicholson in The Observer einmal.
Nik Bärtschs präzise ausgearbeitete, sinnliche, suggestive Kompositionen sind oft spieltechnisch herausfordernd. Charakteristisch sind etwa geschichtete, komplex ineinandergreifende Patterns, kurze Phrasen und Rhythmen, die in vielfältigen Kombinationen erscheinen. So hat Nik Bärtsch beispielsweise für das Ensemble Les Percussions de Strasbourg 2020 die postminimalistischen Stücke Shaker Kami und Seven Eleven (2020) geschrieben. Die darin zu findenden synkopischen Rhythmusschichten und gestenreichen Linien haben Einflüsse von Interlocking-Techniken aus der traditionellen Musik für Xylophone aus Südafrika und westafrikanischen Ländern: Verschiedene Schlagzeug-Einsätze greifen komplementär so ineinander, dass eine weitere rhythmisch-melodische Schicht entsteht.
Konzerte-
Trio Accanto // the last of their kin(d)
Sa. 17.01.2026 19:00 Uhr
Radialsystem, Saal