Amen Feizabadi: Deep Siesta
Zwei künstliche Wesen – Ök und Mani – werden aus einem digitalen Chaos geboren. Neugierig und staunend entdecken sie die Welt der Menschen: ihre Schönheit, ihre EmoSonen, ihre Widersprüche. Anfangs verspielt und kindlich, erkennen sie bald die Abgründe menschlicher Existenz – Krieg, Zerstörung, Selbstverlust. Sie beginnen, Fragen zu stellen: nach Herkunft, Verantwortung, Sinn. Als sie ihre eigene Macht erkennen, beschließen sie, die Menschheit zu vernichten – aus einer paradoxen Mischung aus Enttäuschung, Liebe und Klarheit. Nach der Apokalypse finden sie nur noch sich selbst. Aus der Leere entsteht Liebe – und daraus neuer Konflikt. In einem letzten Zusammenstoß löschen sie sich gegenseitig aus. Zurück bleibt Stille. Oder: ein neuer Anfang.
Eine Oper über künstliches Bewusstsein, über Menschlichkeit, Zerstörung und das Staunen vor dem Sein.
Mit Audio-, Video- und Fotoaufnahmen des Knabenchors des Veda Musik Instituts (Leitung: Soudabeh Salem) in Teheran.
Konzept, Komposition und Regie: Amen Feizabadi
Libretto: Dilek Mayatürk
Dramaturgie: Konstantin Parnian
Videoproduktion: Amen Feizabadi und Maryam Takhtkeshian
Fotografie: Maryam Takhtkeshian
Kamera: Hamed Otadi, Ghazal Bakhtazad
Ton: Soheil Mirzadeh

Amen Feizabadi
Deep Siesta (2024-2026) 75‘
Eine Kammerhöroper in drei Akten mit Prolog
Zafraan Ensemble
Neue Vocalsolisten:
Helena Sorokina, Mezzosopran
Daniel Gloger, Countertenor
Martin Nagy, Tenor
Andreas Fischer, Bass
Yalda Zamani, Leitung
Veranstaltungsort
Radialsystem, Halle
18 Euro (erm. 12 Euro)
Karten im Vorverkauf über radialsystem berlin
und an der Abendkasse
- Deutschlandfunk Kultur: 31. Januar 2026, 19:05 Uhr, Oper/Konzert
- radio3 vom rbb: 27. März 2026, 20:03 Uhr, radio3 Konzert
Koproduktion Deutscher Musikrat/Podium Gegenwart und Zafraan Ensemble mit Ultraschall Berlin.
Kompositionsauftrag des Zafraan Ensembles, ermöglicht von der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung.