Marc Albrecht
Marc Albrecht - Bild @ Marco Borggreve
Marc Albrecht wird weltweit als herausragender Interpret des spätromantischen Repertoires geschätzt und gilt zugleich als Experte für zeitgenössische Musik. Sein kammermusikalischer Ansatz verleiht großen Orchestern Transparenz und Präzision, sodass komplexe Strukturen und Klangfarben mit außergewöhnlicher Klarheit zur Geltung kommen.
Als designierter Chefdirigent des Antwerp Symphony Orchestra kehrt Marc Albrecht im Frühjahr 2026 gleich zweimal nach Belgien zurück, bevor er in der Saison 2026/27 offiziell seine Arbeit als Chefdirigent aufnimmt.
Neben dem symphonischen Werk hat sich Marc Albrecht als gefragter Dirigent an den bedeutendsten Häusern etabliert. In dieser Spielzeit leitet er Wagners „Lohengrin“ an der Deutschen Oper Berlin, kehrt später für eine Wiederaufnahme von Franz Schrekers „Der Schatzgräber“ zurück und übernimmt an der Oper Köln eine Neuproduktion von Wagners „Das Rheingold“. Sein Repertoire umfasst Schlüsselwerke des spätromantischen Musiktheaters, deren dramatische Intensität und farbenreiche Orchestrierung er mit besonderer Präzision herausarbeitet. Damit hat er sich an den renommiertesten Opernbühnen der Welt einen Namen gemacht, darunter das Royal Opera House Covent Garden, die Scala in Mailand, die Opéra de Paris, die Bayerische Staatsoper und die Semperoper Dresden.
Die Konzertsaison eröffnet er mit der Dresdner Philharmonie und Veronika Eberle mit Beethovens Violinkonzert sowie Strauss’ „Sinfonia domestica“ . Weitere Engagements führen ihn zum Orquesta Sinfónica de Castilla y León, mit einem Programm mit Werken von Unsuk Chin, Mozart und Brahms. Desweiteren gastiert er mit dem Real Orquesta Sinfónica de Sevilla, dem Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo und dem Teatro Colón in Buenos Aires. Außerdem kehrt er mit Bruckners 8. Symphonie ans Staatstheater Darmstadt zurück – an das Haus, an dem er einst als einer der jüngsten Generalmusikdirektoren Deutschlands wirkte.
Neben dem traditionellen Repertoire widmet sich Marc Albrecht in besonderem Maß der zeitgenössischen Musik. Im Januar kehrt er mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem GrauSchumacher Piano Duo zum Ultraschall Festival Berlin zurück, wo unter anderem Werke von Claudio Ambrosini und Hermann Keller auf dem Programm stehen.
Konzertengagements verbinden ihn mit namhaften Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern und dem Orchestre National de France ebenso wie dem Orquesta Sinfonica y Coro de RTVE, dem Gulbenkian Orchestra und dem Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai in Turin. Außerhalb Europas arbeitet er mit dem Cleveland Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra sowie dem Taiwan Philharmonic und dem Seoul Philharmonic Orchestra zusammen. Marc Albrecht war zudem bei renommierten Festivals wie den Bayreuther Festspielen, den Salzburger Festspielen und den BBC Proms zu erleben.
Für seine künstlerische Arbeit wurde Marc Albrecht mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. 2021 erhielt er den OPUS KLASSIK als „Dirigent des Jahres“. Zwei Jahre zuvor war er bereits in der gleichen Kategorie mit dem International Opera Award ausgezeichnet worden. Zehn Jahre lang stand er an der Spitze des Netherlands Philharmonic Orchestra und der Dutch National Opera, die unter Marc Albrechts Leitung 2016 zum „Opernhaus des Jahres“ gekürt wurde. 2020 wurde ihm der Titel „Ritter des Ordens des Niederländischen Löwen“ verliehen.
Marc Albrechts vielfach preisgekrönte Diskografie spiegelt seine Vielseitigkeit und interpretatorische Tiefe wider. Gleich zweimal erhielt er den OPUS KLASSIK in der Kategorie „Beste Operneinspielung des 20./21. Jahrhunderts“ – für Korngolds „Das Wunder der Heliane“ (NAXOS) und für Zemlinskys „Die Seejungfrau“ (Pentatone) mit dem Netherlands Philharmonic Orchestra. Die Produktion von Alban Bergs „Wozzeck“ an der Dutch National Opera (2017) wurde für einen GRAMMY in der Kategorie „Best Opera Recording“ nominiert. Die 2024 erschienene Aufnahme von Zemlinskys „Eine florentinische Tragödie“ bei Pentatone fand große Beachtung in der Fachpresse.
Marc Albrechts musikalische Laufbahn wurde maßgeblich von Claudio Abbado geprägt. Nach seinem Studium in Wien und ersten Stationen als Korrepetitor an den Staatsopern Wien und Hamburg war er als Assistent Abbados entscheidend am Aufbau des Gustav Mahler Jugendorchesters beteiligt, das er über fünf Jahre hinweg betreute. 1995 wurde er als einer der jüngsten Generalmusikdirektoren Deutschlands an das Staatstheater Darmstadt berufen, nachdem er zuvor als Erster Kapellmeister an der Sächsischen Staatsoper Dresden tätig gewesen war.
Konzerte-
GrauSchumacher // DSO // Marc Albrecht
Mi. 14.01.2026 20:00 Uhr
Haus des Rundfunks: Großer Sendesaal des rbb